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Maison des Anges Haiti, Förderverein Kinderheim Maison des Anges, 5645 Aettenschwil, Schweiz

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Reisebericht und Stand der Projekte Oktober 2016

Am 6. Oktober 2016 standen Miranda Bammert und ihre Begleitung parat, doch Hurrikan Matthew wirbelte ihre Pläne durcheinander. Drei Tage später konnten sie trotzdem nach Haiti fliegen. Der Wirbelsturm verschonte das Kinderheim. Es regnete zwar heftig, ein Baum stürzte um und der Strom fiel für zwei Tage aus - aber im Gegensatz zu anderen Regionen hatten sie viel Glück. Lesen Sie die Zusammenfassung der zehntägigen Reise, geschrieben von Miranda Bammert.

Aettenschwil, 21. November 2016

Wirbelsturm Matthew

Der Südwesten wurde hart getroffen. In Port-au-Prince gab es heftige Regengüsse, mit viel Bewahrung schrammte der Wirbelsturm 50 km an der Hauptstadt vorbei. Das Kinderheim kam glimpflich davon. Niemand wurde verletzt. Ein Baum stürzte auf einen anderen und verletzte zum Glück niemanden. Der Stromgenerator fiel aus. Dies führte für einen Moment zu Panik, denn es war stockdunkel und die Kinder hatten grosse Angst, was da noch kommen würde. Alles verlief zum Glück sehr glimpflich. Es dauerte jedoch zwei Tage bis der Generator repariert werden konnte.

Unserer Reise

Wir wollten am 6. Oktober abfliegen, aber Wirbelsturm Matthew hatte unsere Pläne durcheinander gebracht, so dass wir erst am Sonntag einen Direktflug von New York nach Port-au-Prince hatten. Wir waren zehn Tage in Haiti. Mit von der Partie waren Remy Marthaler, mein Neffe sowie Daniela Baumann und Irsi Härdi, zwei Freundinnen.

Ziele der Reise waren

  • Projekte besichtigen: Brunnen, Schulräume, allgemein Betrieb im Maison des Anges (viele kleine Sachen, die laufen).
  • Kontakt mit Patenkindern: Post überbringen, mit ihnen Briefe für ihre Paten schreiben.
  • Neue Patenkinder ins Patenschaftsprogramm aufnehmen.
  • Kontakt mit Kindern allgemein: was läuft gut, was läuft nicht gut, was sind die Herausforderungen.
  • Neue Projekte besprechen wie Schlafraum für Jungen, wöchentliche Freizeitaktivitäten (Fussball und Tanzen), Notstromgenerator, Schulbus etc.
  • Grundversorgung besprechen: Hat nach wie vor erste Priorität.

Notstromgenerator

Auf unserer Projektliste steht neu ein Notstromgenerator, denn es ist nicht das erste Mal, dass der Stromgenerator während dem Sturm ausgefallen ist. Den Stromgenerator zu ersetzen wäre ein Vielfaches teurer. Auch hoffen wir mittelfristig, den einen oder anderen Stromkreis mit Sonnenkollektoren lösen zu können.

Wasserbrunnen

Der Brunnen wurde Anfang August fertiggestellt und funktioniert einwandfrei. Wir sind sehr stolz darauf. In 50 Meter Tiefe konnte eine Wasserfassung mit einfacher Tauchpumpe eingesetzt werden. Das Kinderheim verfügt nun über sehr viel mehr Wasser als in der Vergangenheit. Dank Wasserdruck und Pumpe kann 1 Liter Wasser pro Sekunde an die Oberfläche gebracht werden bzw. 68 Liter pro Minute. Der Wasserverbrauch liegt jetzt bei geschätzten 4‘000 Liter pro Tag für den Betrieb des Heims mit 120 Kindern. Pro Person sind das etwa 30 Liter für Trinken, Essen, Waschen, Putzen, etc. In der Schweiz beträgt der Wasserverbrauch ca. 162 Litern pro Person. Das Wasser muss noch behandelt werden, aber die Kinder sind nun glücklich, genügend Wasser zum Trinken und für die Körperpflege zu haben. Das ist eine immense Verbesserung ihrer Lebenssituation. Dies wird sich auch auf ihre Gesundheit auswirken: Es wird weniger Infekte und Magen-Darm-Probleme geben. Auch die Mitarbeiter sind froh über sauberes Wasser für das Waschen von Gemüse, kochen, sauber halten der Küche und des Essraums, putzen und Kleider waschen und natürlich die Reinigung der Toiletten und Lavabos.

Notoperation für Windy

Im September erhielten wir einen Anruf mit der dringenden Bitte um Hilfe für Windy. Der Junge hatte eine schwere Knochenentzündung am Bein und musste möglichst schnell operiert werden, um zu verhindern, dass der Unterschenkel abgenommen werden muss. Es war für alle recht dramatisch, und alle setzten sich ein, dass die Operation möglich wurde. Eine weitere Hürde war: es brauchte auf der Stelle vier Blutspenden. Auch das gelang, dank dem Engagement von Betreuern aus dem Kinderheim.

Schulzimmer

Drei neue Schulzimmer, mit einer Grösse von je 4 x 4 Metern, werden realisiert, um die Schulleistung der Kinder wieder verbessern zu können. Diese liessen zu wünschen übrig. Viele Kinder hängten ab und mussten die Klasse repetieren. Nun wurden drei gute Lehrer angestellt und die Kinder erhalten zusätzliche Nachhilfestunden. Sie sind wieder motiviert, weil sie persönlich oder in Kleingruppen gefördert werden und nicht in Klassenverbänden mit bis zu 50 Kindern Lernstoff büffeln müssen.

Neuer Schlafraum für die Jungs im 2017

Die Schulzimmer sind ebenerdig, darauf aufbauend, in einem zweiten Geschoss, möchten wir nächstes Jahr gerne einen Schlafraum erstellen für die älteren Jungs. Das würde das Platzproblem etwas entschärfen und vor allem, sie müssten dann nicht mehr den Schlafraum der kleineren Kinder durchqueren, um in ihren Raum zu gelangen.

Patenschaften

Eines unserer Reiseziele war auch, den Kindern Post aus der Schweiz zu überbringen und kleine Geschenk wie Malstifte, T-Shirts, Leiterlispiele, Bücher etc., die von den Pateneltern mit viel Freude mitgegeben und von den Kindern mit noch grösserer Begeisterung in Empfang genommen wurden. Ab 2017 werden alle Kinder im Patenschaftsprogramm aufgenommen, auch solche im Vorschulalter und solche, welche vielleicht einmal in einer Familie platziert werden können. Wer also an einer Patenschaft interessiert ist, kann sich bei uns melden.

Spendenbefreiung erteilt

Wir freuen uns sehr, dass das Steueramt des Kantons Aargau die Gemeinnützigkeit unseres Vereins anerkannt hat und deshalb unseren Verein von der Steuerpflicht befreit. Dies gilt ab der Steuerperiode 2016. Damit einher geht, dass Spenderinnen und Spender ihre Leistungen an den Förderverein steuerlich in Abzug bringen können, wenn die Spende in der Steuerperiode 100 Franken oder mehr erreicht.

Ihre Spende fliesst zu 100 Prozent an das Kinderheim Maison des Anges. Alle Arbeiten im Vereinsvorstand werden ehrenamtlich getätigt und alle Spesen durch die aktiven Vereinsmitglieder getragen. Auch Postgebühren, die bei Bareinzahlungen entstehen, werden vom Verein ausgeglichen. Damit bleibt ein gespendeter Betrag von 100 Franken auch eine Spende von 100 Franken, die dem Kinderheim zu 100 Prozent zu Gute kommt.
— Miranda Bammert-Zahn